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Gumball3000

Gumball3000
22. November 2015 Redaktion
Gumball3000 Rally

Gumball3000 – ein Event der Extraklasse

Jedes Jahr im Mai versammeln sich in einer der Weltmetropolen etwa 120 Fahrzeuge, um eine der verrücktesten Rallyes der Welt zu starten. Seit 1999 gibt es „Gumball3000“. Das Logo dieses Events? Eine überdimensionale Kaugummikugel. Als Rennstrecke dienen öffentliche Straßen. Die Länge der sechs-tägigen Tour beträgt 3.000 Meilen, das sind etwa 4.800 Kilometer. Maximillion Cooper, britischer Unternehmer und ehemaliger Rennfahrer, hatte Ende der 1990er Jahre die Idee, ein Auto-Event zu organisieren, bei dem auch Lifestyle, Unterhaltung und Musik eine wichtige Rolle spielen sollten.

Als Vorbild dienten die legendären Cannonball Runs, die in den 1970er Jahren in den USA für Aufsehen sorgten. Filme wie „Auf dem Highway ist die Hölle los“ spiegeln den Charakter dieser spektakulären Veranstaltungen wider. Die erste Gumball3000 startete 1999. Der Rundkurs führte von London, über Belgien, Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich zurück in die britische Hauptstadt. Motto des Events: „It’s not a race, it’s a rally!“.

Die Gumball3000 Teilnahme – ein ziemlich teures Vergnügen

Die Zahl der Teilnehmer ist streng limitiert. 120 Fahrzeuge dürfen an den Start gehen. Pro Fahrzeug ist ein Beifahrer zugelassen. Wer dabei sein will, muss ziemlich tief in die Tasche greifen. Das Startgeld schwankt von Jahr zu Jahr. Im Durchschnitt sind 13.000 Pfund Sterling pro Teilnehmer fällig. Entsprechend elitär ist das Teilnehmerfeld. Auf den Startlisten sind viele Prominente aus den unterschiedlichsten Bereichen vertreten. Unter anderem saßen David Hasselhoff, Jon Olsson (schwedisches Ski-Ass), Kim Schmitz (Internet-Unternehmer, bekannt als Kim Dotcom), DJ Muggs, Xzibit (US-amerikanischer Rapper und Schauspieler), ‚Birdman‘ Tony Hawk (Skatebordfahrer), Dolph Lundgren (schwedischer Karate-Meister und Regisseur) und der als Afrojack bekannte House-DJ Nick van de Wall hinter dem Steuer.

Wer fällt am meisten auf?

Diese Frage scheint die meisten Teilnehmer am stärksten zu bewegen. Besonders ehrgeizige Fahrer, wie zum Beispiel Tony Hawk, lassen sich speziell für diese Rallye ein Fahrzeug umbauen. Hawk fuhr 2006 mit einem Jeep Cherokee vor, der von einem Dodge Viper Motor angetrieben wurde. Wer mit einem anderem als dem angemeldeten Fahrzeug ertappt wird, fliegt raus. Ansonsten ist alles vertreten: Sportwagen mit 1.000 und mehr PS unter der Haube, Geländewagen und auch Oldtimer. Selbst Kleinwagen wurden hier schon gesichtet. Gumball3000 Gewinner des Jahres 2005 war ein Citroën 2CV – eine Ente.

Doch obwohl bei der Gumball3000 Rallye das Tempo der Fahrzeuge angeblich nicht im Vordergrund steht, geht in der Regel beim Zurücklegen der einzelnen Etappen die Post ab. In Deutschland freuten sich 2015 die Teilnehmer auf viele Autobahnkilometer ohne Tempolimit. Sie zogen ziemlich lange Gesichter, als ihnen von den Behörden ein Papier mit 30 Spielregeln präsentiert wurde. Unter anderem mussten die Teilnehmer unterschreiben, dass sie nicht schneller als 130 km/h fahren.

Illegales Straßenrennen oder prestigeträchtige Sportveranstaltung?

Dass die renommierte Gumball3000 Rallye auf Autobahnen und Straßen ausgetragen wird, führt in einigen Ländern immer wieder zu Reibereien mit den Gesetzeshütern. Viele Gmball3000 Teilnehmer erzählen stolz, dass sie schon reichlich mit Strafzetteln bedacht wurden. Sie zahlten ohne mit der Wimper zu zucken horrende Summen und setzten die Tour fort. Etwas schlechter erging es manchem Fahrer bei den Österreichern. Wer hier erwischt wurde, musste damit rechnen, dass sein Fahrzeug aus dem Verkehr gezogen wurde. Die Gumball3000 Organisatoren haben ihre Konsequenzen aus diesem unfreundlichen Verhalten der österreichischen Polizisten gezogen: Durch die Alpenrepublik wird zukünftig voraussichtlich keine Gumball3000 Tour mehr führen. Dennoch, ganz unbegründet sind die Vorkehrungen nicht. Es gab schon schwere Unfälle.

Gumball3000 im Jahre 2015 – von Stockholm nach Las Vegas

In diesem Jahr startete der Pulk in der schwedischen Hauptstadt. Von dort ging es zunächst nach Kopenhagen und von dort aus in Richtung Hansestadt Hamburg. Über die A1 führte der Weg ins niederländische Amsterdam. Mit dem eigens fürGumball3000 Teilnehmer reservierten Flieger ging es anschließend über den großen Teich nach Amerika. Im Laderaum selbstverständlich auch die flotten Flitzer: Der grüne McLaren 650S vom YouTube-Star Tim Burton oder der RS-6, mit dem Dolph Lundgren und Jon Olsson unterwegs waren. In Reno gelandet führte der Weg weiter über San Francisco nach Los Angeles. Von dort war es nur noch ein Katzensprung bis zum Ziel der Tour – Las Vegas.

Und auch das gehörte zur 2015er Gumball3000: Cirka 50.000 Liter Treibstoff haben die Fahrzeuge benötigt, um bis zum legendären Strip in Las Vegas zu kommen. Trotzdem können es Auto-Fans auf der ganzen Welt schon jetzt kaum erwarten, dass der Startschuss für die Gumball3000 Rallye 2016 fällt.

Bildquelle: https://www.gumball3000.com/

 

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